25. März 2019

Bloggen wie ein Weltmeister ...

von michael

Als Kind wird man gleich einmal gefragt, was man werden möchte? Kaum kann man aufrecht stehen, hat noch einen begrenzten Wortschatz und doch erwarten die ehrgeizigen Eltern, dass man sagt -Tierarzt, Lehrer, Jurist oder eine andere möglichst akademische Beschäftigung-, ja nichts Normales! Wehe wenn es sagt, es möchte Gärtner oder Metzger werden. Nichts gegen praktische  Berufe, aber man will ja gut dastehen, und zum Grossteil reflektiert man die eigenen Versäumnisse.

Schlaue Kinder

Klein Fritzchen war seit Geburt ein diffiges Kerlchen. Er war bereits mit allen Wassern gewaschen und wusste gleich einmal, was er wollte! Sogar mein Onkel sagte beim ersten Besuch, um diesen Sohn musst Du Dir keine Sorgen machen, der weiss sich zu wehren und wird seinen Weg gehen. So kam er auch gleich in die Situation, dass man ihn nach seinem Berufswunsch fragte. Die hochtrabenden "Gugusserli Tanten" staunten nicht schlecht, als er bestimmt und selbstbewusst sagte -ich will einmal Weltmeister werden-!!  Das sei doch kein Beruf sagten die entsetzten Tanten und schlugen die Hände über dem Kopf zusammen.   So denen habe ich es gezeigt, dachte der Kleine, die werden mich so schnell nicht mehr fragen!  Selbst wusste er auch noch nicht Bescheid, aber er wollte nach dem Maximum streben. Eine Antriebskraft, die ihn sein ganzes Leben beflügelte, und so stand er auch schon in jungen Jahren auf der Dufourspitze, dem höchsten Schweizer Berggipfel. Wie genoss er das Gefühl, für ein paar Minuten, der höchste Schweizer zu sein! Ein Glücksgefühl, das er sich nicht nehmen liess, und so organisierte er eigentlich sein ganzes Leben!

Beschäftigung bis zum Ende

Nach einem erfolgreichen Leben, mit allen Tiefen aber zum Glück auch Höhen, kommt man als Rentner unweigerlich in den Lebensabend und hier gilt es, sich besonders gut vor zubereiten. Man ging durch Schulen, einige auf die Universität, traf die Berufswahl, gründete eine Familie und hatte Kinder. Je eleganter sich das Leben gestaltet, desto einfacher ist der Schritt in die Pension! Allerdings haben Viele das Problem, wie man mit der plötzlich gewonnenen Freiheit umgeht?

Bleiben wir bei Fritz. Er studierte Germanistik und Journalismus und war als Auslandkorrespondent sehr erfolgreich, kam in der ganzen Welt herum und so hatte er kein Problem mit dem Leben danach. Nach wie vor schreibt er gerne und wie heisst es so schön -wer schreibt, der bleibt- ! Ausserdem hat schreiben nichts mit dem Alter zu tun, solange man geistig auf der Höhe ist. Für Viele ist Schreiben eine Sucht. Lassen sie es mich so erklären. Jeder der gerne schreibt "sucht" nach entsprechenden Möglichkeiten und dazu hat es in unserer modernen, digitalisierten Zeit immer mehr Betätigungsfelder, so auch das Bloggen.

Blog wurde das Wort des Jahres 2004

Am Anfang 1997 enstand das Wort aus Weblog und wird definiert als Online Tagebuch. Es war also eine chronologische Reihenfolge. Heute betätigen sich Unzählige als Blogger zu allen möglichen Themen. Es existieren Reiseblogs, solche zu sozialen Themen, kurzum ein unglaublich breites Spektrum und es werden immer mehr! Die einzige technische Voraussetzung ist ein Internetanschluss. Sie setzen sich vor Ihren Computer, geben einen Text ein und stellen ihn in das Internet. Das ist bereits die ganze Arbeit, die Sie erledigen müssen. Natürlich erreichen Sie viel mehr Leser, wenn Sie das Thema auf Facebook erstellen, als auf einer privaten Homepage!

Wenn Sie mit dem faszinierenden bloggen beginnen, passen Sie sehr auf, wem Sie Ihr Schreiben anvertrauen. Es gibt bereits eine Vielzahl Betreiber, die Ihnen Kurse aufschwätzen wollen, um damit Geld zu verdienen. Andererseits wird es immer schwieriger, mit bloggen Geld zu erhalten. Die Medienlandschaft hat sich total verändert, leider zum Nachteil aller Schreibenden. Die Lust zum Schreiben wird von den Verlagen rigoros ausgenutzt. Sie müssen also, wie die Nadel im Heuhaufen, nach guten Partnern suchen, über "Nischenprojekte" schreiben und somit vielleicht Karriere machen!

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei!

 

Michael Schillmeier, Oberhelfenschwil, 22.3.2019

 

 

 

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