01. April 2019

Diagnose Demenz, was nun?

von michael

Im Pflegeheim Dorfplatz, Oberhelfenschwil durften Bewohner und Angehörige einem interessanten Fachvortrag beiwohnen. Referentin war die Gerontologin, und neue Heimleiterin, Regula Rusconi. Infos gab es zum Krankheitsbild Demenz, zu den drei Demenzstadien, wann macht eine Abklärung Sinn und wie kann mit Betroffenen hilfreich umgegangen werden. 

Frau Rusconi war Leiterin der Memory Clinic St. Gallen und danach Geschäftsleiterin von "Alzheimer St. Gallen - Appenzell" und kann auf eine10 jährige Tätigkeit zurückblicken. Die Referentin hat also breite und kompetente Erfahrung im Thema Demenz.

Demenz ist die häufigste Alterserkrankung

Als Demenz bezeichnet man eine Erkrankung, bei der mehrere Hirnleistungsfunktionen gestört sind und dadurch schrittweise Fähigkeiten abnehmen. Rund 150 000 Betroffene gibt es in der Schweiz und jedes Jahr kommen etwa 26 000 neue Erkrankte dazu.

Viele Ursachen können für eine Demenz verantwortlich sein. Eine wichtige Rolle spielt das Alter, ab dem 90. Lebensjahr betrifft es jede Dritte Person. Zu den häufigsten Formen gehören die Alzheimerkrankheit und die vaskuläre Demenz. Es gibt noch viele weitere Formen, wie z. B. Demenz bei Parkinson, Lewy Body Demenz, sowie Frontotemporale Demenz, wobei der Erkrankte durch Enthemmtheit auf-fallen kann.

Bei den meisten Demenzformen ist das Erinnerungsvermögen beeinträchtigt und mindestens noch ein weiterer Bereich, wie Orientierung, Sprache, Handeln sowie Planen und Organisieren von alltäglichen Dingen.

Demenz ist leider nach wie vor unheilbar. Die Forschung macht zwar täglich Fortschritte und Medikamente können sich positiv im Alltag auswirken. Nach eindeutiger Diagnose ist die Lebenserwartung durchschnittlich 7 bis 10 Jahre und der Tod tritt bei Patienten meist durch Lungenentzündung oder Herzinfarkt ein.

Drei Demenzstadien und Abklärungen

Bei Unsicherheiten z. B. wenn im Alltag eine zunehmende Vergesslichkeit auffällt und wenn Alltagshandlungen nicht mehr im gewohnten Rahmen ausgeführt werden, macht eine Demenzabklärung Sinn. Die Zuweisung an eine Memory Clinik erfolgt über den Hausarzt.

Die Krankheitsphasen werden in drei Stufen unterteilt: Bei einer leichten Demenz kann der Betroffene im Alltag noch vieles tun, braucht aber punktuelle Unterstützung (z. B. bei den Einzahlungen oder beim Kochen.)  Bei der mittelschweren Demenz kann der Betroffene den Alltag ohne Hilfestellungen meist nicht mehr bewältigen. Bei der schweren Demenz können keine Informationen mehr gespeichert werden, der Betroffene braucht rund um die Uhr Begleitung und Betreuung.

Wie hilft man den Betroffenen?

Das Wichtigste ist das Selbstwertgefühl des Betroffenen nicht zu verletzen und das erfordert eine einfühlsame Kommunikation (Validation!)

Vermeiden Sie Hektik und Stress, zeigen Sie Verständnis und versuchen Sie, Sicherheit zu vermitteln. Widersprechen Sie nicht bei unverständlichen Aussagen oder Geschichten. Nehmen Sie Anschuldigungen nicht persönlich und bleiben Sie ruhig.

Achten Sie auf gleichbleibenden Tagesablauf und fördern Sie wichtige Gewohnheiten des Betroffenen.

Brücken bauen, Streit und Stress vermeiden, bleiben Sie gelassen, geduldig und sorgen für Ablenkung! Biografie und seine Fähigkeiten erhalten, Bedürfnis nach Autonomie fördern und besonders die Wertschätzung des Betroffenen erhalten.

 

 

Michael Schillmeier, 28. März 2019

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