03. Januar 2019

Weiterführung des gewohnten Lebensstils

von michael

Die folgenden Aussagen sind die persönliche Meinung des Autors. Sie erfolgen spontan, ohne grosse Recherchen und Abklärungen! Es ist also eine Bestandes Aufnahme der eigenen Erfahrung. Generell kann gesagt werden, man kann nicht früh genug mit der Planung des neuen Lebensabschnittes beginnen, um nicht in ein Loch zu fallen. Viele ältere Arbeitnehmer werden vor der Pension bereits mit Arbeitslosigkeit konfrontiert. Es tönt fast makaber, aber obwohl ganz und gar nicht erstrebenswert, so ist es das "beste Training" für die Pensionierung! Man hat plötzlich Zeit, kann aufstehen wann man will, Kann die Tagesplanung dem Wetter anpassen und geniesst nicht geahnte Freiheiten! Weiter kann man seinen Hobbies fröhnen. Wandern, Velofahren, bergsteigen, schwimmen, musizieren, singen, sich künstlerisch betätigen und noch vieles mehr.

Was ist der gewohnte Lebensstil?

Wer eine Normalrente bezieht bekommt in der Regel 80% des letzten Lohnes. Wenn man den Lebensstil beibehalten will, muss man sich rechtzeitig um die Kompensation von 20% kümmern. Das wäre die mathematische Lösung des Problems. Jeder Rentner wird und muss seinen persönlichen Stil finden und so gibt es kein Patentrezept. Viele leben asketisch, finden daran Freude und haben dann auch mehr Geld im Portmonaie. Anstatt teuren Fisch zu kaufen, geht man selber angeln und betreibt auch noch ein gesundes Hobby.

Die Sinnlosigkeit des "Nichts Tun"

Mit dieser Problematik sollte sich jeder, der das Rentenalter bald erreicht, auseinandersetzen. Der Mensch ist nicht zur Faulheit geboren. Er sucht meistens einen Sinn seines Handelns und braucht Anerkennung, sei er jetzt noch Arbeitnehmer oder Rentner...!?! Solange man arbeitet hat es dafür einen Lohn, der einen befriedigen sollte. Als Rentner geniessen sie am Anfang die Freiheit und das Nichtstun, aber irgendwann geht es einem "auf den Geist" immer das Gleiche zu tun. Sie können nicht immer nur wandern, Velofahren ohne Anerkennung. Manche schrauben dann ihre Ziele höher, bewältigen als Beispiel, 3 Pässe an einem Tag mit dem Velo, aber Vorsicht, zerstören sie nicht ihre Gesundheit, ihr Herz wird nicht besser sondern schlechter. Der 100 Kilometer Lauf von Biel ist so ein warnendes Exempel, das ich nicht so schnell vergessen kann. Da hat ein Bankdirektor aus dem Sihltal erst spät mit dem Laufsport begonnen, hat fleissig trainiert, den Lauf zweimal in Rekordzeit gewonnen, um zwei Jahre später aus Übereifer an einem Herzinfarkt zu erliegen.

Machen Sie sich interessant

Wenn sie nicht mehr arbeiten, also keinen Lohn mehr beziehen und wie beschrieben Probleme mit der Situation haben, bieten sie sich an! Zum Glück gibt es "rentnerado", das ihnen dabei hilft! Gehen Sie mit offenen Augen und Ohren durch die Gegend, Arbeit gibt es überall, für die die wollen...! Mein selbst erlebtes Beispiel möchte ich kurz erzählen. Ich fuhr zum x-ten mal am Bodenseeufer mit dem Fahrrad entlang und sah wie Frauen und Männer Erdbeeren ernteten. Ich bat um Mithilfe und ein Arbeiter ging mit mir zum Inhaber der Plantage. Der freundliche Chef lachte mich an und sagte: "Diese Leute kommen alle aus Polen, bleiben 4 Wochen und erhalten 9.- Euro pro Stunde, würden Sie für diesen Lohn arbeiten?" Wir mussten beide lachen, aber er sagte sofort: "Kommen Sie morgen früh, ich mache Ihnen einen VW-Bus zurecht, sie haben einen guten Standplatz an der Hauptstrasse und können dort die Erdbeeren verkaufen - und verdienen erst noch das Doppelte!" Gesagt getan, es war ein Riesenerfolg und sogar meine Lebensgefährtin verliess ihre Arbeit und half beim verkaufen!   Viele sagen man nehme den Jungen die Arbeit weg und als Rentner solle man nicht mehr arbeiten...?!? Nur keine falsche Scheu, es gibt soviel Arbeit, die die Jungen gar nicht machen!

Hier gilt also auch das Motto: -Wer nicht wagt, der nicht gewinnt- Packen wir es an und helfen wir uns gegenseitig. Wir Rentner haben keine Gewerkschaft, aber wir halten zusammen wie Pech und Schwefel und haben auch noch rentnerado. Viel Glück und Erfolg !!!

 

 

Michael Schillmeier, Oberhelfenschwil (Nomen est Omen)

 

 

 

 

 

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