29. April 2019

Das Smartphone - ein Segen für die Menschheit ?

von michael

Wer kennt sie nicht, diese kleinen flachen Apparate, die vor allem die Jungen Tag und Nacht mit sich herumtragen, oft mit Kabel in den Ohren. Man traut sich schon gar nicht mehr unseren Nachwuchs anzusprechen, denn sie sind immer beschäftigt, in ihrer anderen Welt. Aber auch wir Ältere trauen uns so langsam heran. Die Computer Seniorenkurse sind permanent ausgelastet. Wartelisten sind bereits gang und gebe und ein Smartphone gehört heute schon zur Alltagsausrüstung, bald wie die Armbanduhr.

Warum ich diesen Artikel schreibe? Nun ich war ein Handybenutzer der ersten Stunde. Die ersten voluminösen und schweren Natels gehörten bei mir zur Bergsteiger Grundausrüstung, wie Seil und Pickel. Nur war damals die Abdeckung noch nicht ideal. Oft bin ich alleine unterwegs und dachte prima das Telefon ist mein Rettungsgerät. Doch was nützt es, wenn ich mir auf dem Weg zu einem entfernten Gipfel ein Bein breche und keine Sende- und Empfangsmöglichkeit habe? Der wirtschaftliche Gedanke stand im Vordergrund. In Ballungsgebieten wurde das Netz ausgebaut und Rettungsgedanken waren damals noch nicht relevant. Die Akkus hatten auch noch nicht die heutige Qualität und so brach mir mal, knapp unterhalb der Dufourspitze, das ganze Video- und Stromnetz zusammen, bei eisigen Minustemperaturen. Nichts war es mit dem Anruf: "So, jetzt bin ich der höchste Schweizer!" und die ganze schwere Schlepperei hätte ich mir ersparen können!

Neue Technologie

Mein letztes Handy war mittlerweile 5-jährig, funktionierte noch tadellos, nur die schlechter werdende Tonqualität amimierte mich zu einem Neukauf. Jetzt bin ich also, seit ein paar Tagen, der stolze Besitzer der modernsten Technologie und ich sage Ihnen, man fühlt sich prächtig, gehört plötzlich wieder dazu und kann und darf auch mitreden ... ! Vergessen Sie Ihre Angst vor dem Neuen, seien Sie geduldig und "learning by doing" ist angesagt und fragen Sie Andere ruhig ein Loch in den Bauch.  Die Jungen machen es sich einfach, da wird einfach alles selber ausprobiert, bis man die letzten Geheimnisse herausgekitzelt hat. Zerstören kann man eigentlich gar nichts, und so sind sie in kürzester Zeit wahre Profis und man kann viel von ihnen lernen. Wir ältere Semester sind oft zu ängstlich, Neuem gegenüber.

Ein Quantensprung

Der technische Fortschritt ist für einen Laien fast unglaublich! Sie haben einen Mini - Computer in der Hand und können: - telefonieren, - Nachrichten schreiben + empfangen, - fotografieren + speichern, - Video Konferenzen führen, - surfen mit all seinen Möglichkeiten (Google, Facebook usw.), - Rechnen oder eine Agenda führen, - Uhrzeit und Kalenderfunktionen, - Gamen (diverse Spiele oder Wetten), - Musik hören oder herunterladen, - Nachrichten, Wetter, Verkehrsinformationen uvm.. abrufen, - Verschiedene und immer häufiger werdende APP`s abrufen, - Ausleuchten (die neuesten Handys haben eine eingebaute Taschenlampe)

Die Abdeckung ist mittlerweile nahezu 100 % und der oben bemängelte Sicherheitsaspekt ist optimal gewährleistet. So haben Sie eine Nottaste direkt zur REGA, ausserdem eine genaue Standortsbestimmung, wenn Sie verunfallt oder nicht mehr bewegungsfähig sind.

Welch technischer Fortschritt und die weitere Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten, mittlerweile kann man bereits medizinische Messungen und Kontrollen durchführen. Die neuesten Systeme arbeiten schon mit Spracherkennung und ich stelle mir bereits bevor: Bei Hunger denke ich ans Essen, löse damit einen Impuls bei einem Online - Restaurant aus und werde automatisch mit Speis und Trank versorgt, aber das ist noch ein, sicher realisierbarer Zukunftswunsch.

Die Telefongesellschaften bieten, je länger desto mehr fantastische Möglichkeiten. So brauchen Sie die Smartphones nicht mehr zu kaufen, sondern leasen Sie für 2 Jahre. Danach gehört das Gerät Ihnen, oder besser leasen Sie für 2 weitere Jahre, so sind Sie immer auf dem neuesten Stand der Technik!

Viel Spass beim telefonieren und kommunizieren im modernsten Zeitalter !!!

 

 

Michael Schillmeier, Oberhelfenschwil,                    28. April 2019

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