Singles ab 60 in Ihrer Region: gratis anmelden und Vorschläge ansehenSingles ab 60 gratis ansehen60plusTreff

Partnersuche ab 70: Es ist nicht zu spät, nur ein bisschen anders

Ja, man findet auch mit über 70 noch jemanden, online wie im Verein. Hier steht, welche Seiten passen, wie der Start ohne Stress gelingt und worauf Sie beim ersten Treffen achten.

Von Margrit Achermann geprüft
Aktualisiert am 16. Oktober 2026

Das Wesentliche

Inhalt dieser Seite
  1. Ist die Partnersuche ab 70 schwierig?
  2. Welche Partnerbörse passt ab 70?
  3. Ist Tinder etwas für Senioren?
  4. Technik ohne Stress: so gelingt der Start
  5. Profil, Fotos, erste Nachricht
  6. Das erste Treffen: tagsüber, mit dem ÖV erreichbar
  7. Sicherheit: so erkennen Sie Love Scam
  8. Lebenssituationen ab 70
  9. Offline kennenlernen: Treffpunkte für die Generation 70+
  10. Was kostet die Partnersuche ab 70?
  11. Was Leserinnen und Leser zur Partnersuche ab 70 fragen

Die kurze Antwort zuerst: Ja, mit 70, 75 oder 80 kann man noch jemanden kennenlernen. Nicht trotz des Alters, sondern oft gerade mit seiner Hilfe. Man weiss, was man will, und vor allem, was man nicht mehr will. Man muss niemandem etwas beweisen. Und man hat Zeit, für einen langen Spaziergang, ein Zmittag, das sich bis in den Nachmittag zieht, oder einen Brief, den man zweimal schreibt.

Für diesen Ratgeber haben wir die öffentlichen Seiten, die Hilfe-Seiten, die AGB und Erfahrungsberichte der Anbieter ausgewertet, dazu Testberichte anderer Redaktionen und die Fragen, die uns Leserinnen und Leser schicken. Gerade Menschen über 70 fragen sehr genau nach: Wie gross ist die Schrift? Wer hilft bei der Anmeldung? Was passiert mit meinen Daten? Wie lerne ich jemanden kennen, ohne gleich ein Auto für lange Fahrten zu brauchen? Auf all diese Fragen finden Sie hier konkrete Antworten.

Wenn Sie direkt loslegen möchten: Unsere erste Empfehlung ab 70 ist 60plusTreff. Die Seite spricht ausschliesslich die Generation 60+ an, hat einen Kontrastmodus für bessere Lesbarkeit und einen ruhigen Aufbau ohne Hektik.

60plusTreff gratis anschauen

Ist die Partnersuche ab 70 schwierig?

Schwieriger als mit 50 ist sie in einem Punkt: Es gibt in dieser Altersgruppe deutlich mehr alleinstehende Frauen als Männer, weil Frauen im Schnitt länger leben. Wer als Frau sucht, braucht deshalb etwas mehr Geduld und vielleicht einen etwas grösseren Suchradius. Männer über 70 erleben das Gegenteil, sie bekommen oft mehr Zuschriften, als sie beantworten können.

Paar sitzt auf einer Bank unter einer Weide am See

Leichter ist dafür vieles andere. Die Erwartungen sind entspannter. Kaum jemand plant noch eine Familie oder ein Haus, die Frage «Wohin soll das führen?» drängt weniger. Viele wünschen sich einen Menschen für den Alltag: jemanden, mit dem man am Sonntag an den See geht, der anruft, wenn man krank ist, und der beim Jassen nicht schummelt (oder nur ein bisschen).

Auch das Tempo ist ein anderes. Ein Kontakt darf sich über Wochen entwickeln, mit Nachrichten, Telefonaten und einem ersten Kaffee. Wer sich dabei unter Druck setzt, verliert eher die Freude als die Chancen. Für die Jahrgänge zwischen 60 und 70 haben wir eine eigene Seite: Partnersuche ab 60.

Welche Partnerbörse passt ab 70?

Partnerbörsen nur für über 70-Jährige gibt es in der Schweiz praktisch nicht. Das ist kein Nachteil. Auf den Plattformen für 50+ und 60+ sind viele Mitglieder in Ihrem Alter, und mit dem Altersfilter stellen Sie ein, wen Sie sehen möchten, etwa 68 bis 82 Jahre. Wichtiger als das Logo sind drei Fragen: Sind genügend Gleichaltrige aus der Deutschschweiz dabei? Lässt sich die Seite ohne Lupe bedienen? Und ist klar, was kostet und wie man kündigt?

Platz 1Rentnerado-EmpfehlungTestsieger ab 60

60plusTreff

Für alle ab 60, die eine feste Beziehung oder einen lieben Menschen für gemeinsame Pläne suchen.

Ideal ab 60
  • Konsequent auf die Generation 60+ ausgerichtet, Bilder und Sprache inklusive
  • Persönlichkeitstest mit Partnervorschlägen, die man gratis ansehen kann
  • Kontrastmodus und Bedienhilfen direkt im Menü
9,4von 10Sehr gut
60plusTreff Test lesen Rentnerado-Note 9,4 von 10
Platz 2Rentnerado-EmpfehlungMit App

Zusammen.ch

Für Singles ab 50 mit Lust auf schöne Momente zu zweit, gern auch unterwegs per App.

Ideal ab 50
  • Klare Ausrichtung auf 50+, ruhiger Ton
  • App für iPhone und Android vorhanden
  • Sehr aktive Mitgliedschaft laut Anbieter
9,2von 10Sehr gut
Zusammen.ch Test lesen Rentnerado-Note 9,2 von 10
Platz 3Anlässe in der Region

Zweisam

Für Singles ab 50, die neben dem Chatten auch Treffen und Anlässe in der Nähe schätzen.

Ideal ab 50
  • Nur Singles ab 50
  • Veranstaltungen in der Region
  • Gratis-App für iOS und Android
8,4von 10Gut
Rentnerado-Note 8,4 von 10 · Gut
Platz 4Gut für Berufstätige

50plus-Singlebörse

Für Menschen um die 50 und darüber, die Beruf, Familie und Freundeskreis jonglieren und wenig Zeit verlieren wollen.

Ideal ab 50
  • Einfacher Einstieg, ausgewogener Frauen- und Männeranteil laut Anbieter
  • Testergebnis und Partnerbeschreibung gratis
  • Gute Wahl, wenn man sich mit 60 noch nicht «60plus» fühlt
9,1von 10Sehr gut
50plus-Singlebörse Test lesen Rentnerado-Note 9,1 von 10
Platz 5Ausserhalb des be2-Netzwerks

Parship

Für alle, die eine bekannte Partnervermittlung mit ausführlichem Test suchen. Viele Mitglieder sind zwischen 40 und 65.

Ideal ab 40
  • Bekannter Name, grosse Bekanntheit in der Deutschschweiz
  • Ausführlicher Persönlichkeitstest
  • Apps für iOS und Android
8,8von 10Gut
Parship Test lesen Rentnerado-Note 8,8 von 10

60plusTreff: unsere erste Wahl ab 70

60plusTreff ist ganz auf die Zeit nach 60 zugeschnitten. Zu Beginn füllen Sie einen Persönlichkeitstest aus, danach schlägt die Seite Profile vor, die zu Ihren Antworten passen. Gratis sind Anmeldung, Test, Auswertung, Partnervorschläge und drei Flirtfragen pro Tag. Für ältere Augen besonders praktisch: Es gibt einen Kontrastmodus und ein eigenes Menü zur Barrierefreiheit. Eine App bietet 60plusTreff laut eigener Angabe «demnächst» an; bis dahin läuft alles im Browser, auf Handy, Tablet und Computer. Mehr im 60plusTreff-Test.

Zusammen.ch: kultiviert und ab 50

Viele kennen Zusammen.ch noch als Kultivierte Singles. Die Zielgruppe sind Frauen und Männer ab 50, die gern Zeit zu zweit verbringen möchten. Schreiben Sie lieber auf dem Handy als am Computer, laden Sie sich die kostenlose App aufs iPhone oder Android-Gerät. Über 200 000 Nachrichten täglich meldet der Anbieter für Ende 2024.

Was Sie wissen sollten: Für 60plusTreff, Zusammen.ch und die 50plus-Singlebörse ist dasselbe Luxemburger Unternehmen verantwortlich wie für be2, eDarling, Aktiv & Verliebt, VerliebtAb40 und Academic Singles, nämlich die be2 S.à.r.l. Die Marken teilen sich einen Teil der Mitglieder, ein Profil kann also auch Singles der Schwesterseiten angezeigt werden. Deshalb reicht eine Anmeldung: Nehmen Sie die Marke, deren Ton und Altersgruppe Ihnen am meisten zusagt, statt sich dreimal zu registrieren. Details im Zusammen.ch-Test.

Zusammen.ch kostenlos testen

Zweisam: Singles ab 50 und Anlässe in der Nähe

Zweisam gehört zur Meetic SAS in Paris, wie LoveScout24, und ist nur für Singles ab 50 gedacht. Das Besondere für über 70-Jährige: Zweisam weist auf Veranstaltungen in der Nähe hin. Wer sich lieber in einer Gruppe kennenlernt als bei einem Kaffee zu zweit, findet hier einen sanfteren Einstieg. Profile und Fotos werden moderiert, die App ist gratis für iOS und Android. Mehr dazu im Zweisam-Test.

Parship und die 50plus-Singlebörse

Parship (PE Digital GmbH, Hamburg) arbeitet mit einem ausführlichen Persönlichkeitstest und wirbt mit einer vom TÜV SÜD geprüften Software. Laut Startseite sind die meisten Mitglieder zwischen 40 und 65; für Menschen über 70 ist das Feld deshalb kleiner, für jüngere Siebzigerinnen und Siebziger mit Lust auf ein gründliches Kennenlernen aber eine gute Wahl. Die 50plus-Singlebörse spricht Singles um und über 50 an und läuft im Browser, auch auf Handy und Tablet.

Liste «Wer ist online?» bei 60plusTreff (Namen und Fotos unkenntlich gemacht)
Wer gerade online ist bei 60plusTreff

Ist Tinder etwas für Senioren?

Tinder und ähnliche Wisch-Apps richten sich vor allem an ein jüngeres Publikum. Man entscheidet in Sekunden nach einem Foto, Texte sind kurz, und die meisten Profile gehören Menschen, die Ihre Kinder oder Grosskinder sein könnten. Verboten ist es natürlich nicht, und einzelne Ältere sind dort auch unterwegs. Wer aber jemanden für Gespräche, Ausflüge und ein gemeinsames Leben sucht, ist auf einer Seite für 50+ oder 60+ besser aufgehoben: Die Vorschläge passen besser, und Sie müssen sich nicht durch Hunderte Fotos von Zwanzigjährigen am Strand wischen.

Technik ohne Stress: so gelingt der Start

Viele über 70-Jährige schreiben WhatsApp mit der Familie, telefonieren per Video mit der Tochter in Zug oder lesen die Zeitung auf dem Tablet. Wer das kann, schafft auch eine Partnerbörse. Und wer es noch nicht kann, lernt es schneller als befürchtet.

Frau um die 70 lernt in der Bibliothek das Tablet kennen
  • Kurse bei Pro Senectute. Wie Smartphone, Tablet und Internet funktionieren, erklärt Pro Senectute in zahlreichen Kantonen in Kursen und Beratungen, meist in kleinen Gruppen und mit viel Geduld. Fragen Sie bei der Beratungsstelle in Ihrem Kanton nach.
  • Hilfe aus der Familie. Ein Grosskind, eine Nichte oder ein Neffe richtet das Konto in einer halben Stunde mit Ihnen ein. Das Passwort notieren Sie selbst, und über ein Abo entscheiden Sie allein.
  • Grosse Schrift. Auf dem Computer vergrössern Sie jede Seite mit der Taste «Ctrl» und dem Pluszeichen, auf dem Handy in den Einstellungen unter «Anzeige». 60plusTreff hat zusätzlich einen eigenen Kontrastmodus.
  • Browser oder App. Sie brauchen keine App. Alle Plattformen hier laufen im Browser; eine App ist bequemer, aber kein Muss.
  • Eigene E-Mail-Adresse. Legen Sie für die Partnersuche ruhig eine zweite Adresse an. So bleiben die Nachrichten der Plattform getrennt von der Post der Krankenkasse.
Ich empfehle, das Profilfoto vor dem Hochladen auf dem Handy zuzuschneiden: Bild öffnen, auf «Bearbeiten» tippen und den Rahmen so ziehen, dass Gesicht und Schultern gut sichtbar sind. Ein Smartphone-Kurs zeigt solche Handgriffe in wenigen Minuten, und danach geht es jedes Mal leichter.

Profil, Fotos, erste Nachricht

  1. Plattform im Browser öffnen, Frau oder Mann wählen, E-Mail-Adresse und Passwort eingeben. Passwort auf einen Zettel schreiben und gut versorgen.
  2. Den Persönlichkeitstest in Ruhe ausfüllen. Pausen sind erlaubt, niemand misst die Zeit.
  3. Den Altersbereich und den Umkreis einstellen, zum Beispiel 68 bis 80 Jahre und 30 Kilometer.
  4. Ein bis zwei Bilder auswählen und dazu einige Zeilen über sich selbst verfassen.
  5. Die Vorschläge ein paar Tage lang anschauen, bevor Sie über ein Abo nachdenken.

Der Profiltext: konkret statt allgemein

«Ich bin ehrlich, humorvoll und gehe gern spazieren» schreiben fast alle. Besser bleibt hängen, was nur auf Sie zutrifft: «Ich bin pensionierter Postbeamter, jasse jeden Donnerstag im Rössli und suche jemanden, der mit mir im Herbst auf den Stanserhorn fährt.» Erwähnen Sie ruhig, was Ihnen wichtig ist: die Familie, der Garten, das Singen, der Hund. Und schreiben Sie, was Sie suchen. «Eine Begleiterin für Ausflüge und vielleicht mehr» ist eine klare und sympathische Ansage.

Fotos: Tageslicht, aktuell, mit Lächeln

Ein Foto von vor 15 Jahren verschafft Ihnen keinen Vorteil, im Gegenteil: Beim ersten Treffen fällt es sofort auf. Nehmen Sie ein aktuelles Bild, draussen bei Tageslicht, mit Brille, wenn Sie eine tragen. Ein zweites Foto darf zeigen, was Sie gern tun: auf dem Velo, im Garten, auf einer Bank am See. Was Sie wissen sollten: Im be2-Netzwerk bleiben die Bilder der anderen selbst mit Premium verborgen, solange Ihr eigenes Profil ohne Foto ist.

Die erste Nachricht: eine echte Frage

«Hallo, wie geht es?» bekommt selten eine lange Antwort. Gehen Sie auf etwas im Profil ein: «Sie schreiben, dass Sie gern auf dem Vierwaldstättersee fahren. Haben Sie ein Lieblingsschiff?» Das zeigt, dass Sie gelesen haben, und gibt dem anderen etwas zum Erzählen. Siezen ist ab 70 nach wie vor üblich und völlig in Ordnung; das Du kommt meist von selbst, oft am Telefon. Und wenn keine Antwort kommt: Das hat selten mit Ihnen zu tun. Viele schauen nur einmal pro Woche hinein.

Das erste Treffen: tagsüber, mit dem ÖV erreichbar

Ab 70 hat sich ein einfaches Muster bewährt: Treffen Sie sich zum Kaffee am Vormittag oder zum Zmittag, an einem belebten Ort, den Sie gut kennen. Ein Café am See, das Restaurant beim Bahnhof, eine Gartenwirtschaft. Wer sich besser beim Gehen unterhält, verabredet sich zu einem kurzen, flachen Spaziergang am Seeufer. Eine Schifffahrt oder eine Fahrt auf die Rigi heben Sie sich für das zweite oder dritte Treffen auf, dann wissen Sie schon, ob Sie gern einen halben Tag miteinander verbringen.

Denken Sie an die Mobilität, Ihre und die des anderen. Wer kein Auto mehr fährt, wählt einen Treffpunkt mit guter Bus- oder Zugverbindung. Wer am Stock geht, sagt das vorher, dann sucht man ein Lokal ohne steile Treppe. Das ist keine Schwäche, sondern Planung, und erspart beiden ein unangenehmes Ankommen.

Die Tageszeit spielt eine grössere Rolle, als viele denken. Ein Treffen über Mittag hat gleich mehrere Vorteile: Sie fahren bei Tageslicht hin und zurück, die Verbindungen mit Bus und Bahn sind dichter als am Abend, und beide sind ausgeruht. Ein Zmittag hat zudem einen natürlichen Rahmen von etwa eineinhalb Stunden. Passt es, hängt man einen Spaziergang an; passt es nicht, verabschiedet man sich freundlich nach dem Kaffee.

Ein letzter Tipp fürs Treffen: Sagen Sie einer Vertrauensperson, wo und mit wem Sie verabredet sind, und vereinbaren Sie einen kurzen Anruf danach. Das ist auch mit 20 klug, mit 75 erst recht.

Sicherheit: so erkennen Sie Love Scam

Betrüger suchen gezielt Menschen über 65, besonders Verwitwete, weil sie Einsamkeit und Erspartes vermuten. Das Muster ist fast immer gleich, und wer es kennt, erkennt es schnell:

  • Die Person lebt angeblich im Ausland: Militäreinsatz, Bohrinsel, Hilfseinsatz als Ärztin.
  • Schon nach kurzer Zeit drängt sie darauf, die Plattform zu verlassen und über WhatsApp oder E-Mail zu schreiben.
  • Nach wenigen Tagen kommen grosse Liebeserklärungen und Zukunftspläne.
  • Zu einem Videoanruf kommt es nie: Mal streikt angeblich die Kamera, mal die Verbindung.
  • Dann folgt ein Notfall: Zoll, Spitalrechnung, blockiertes Konto. Das Geld soll per Geschenkkarte, in Kryptowährung oder als Überweisung fliessen.

Die Regeln dagegen sind einfach. Bleiben Sie zu Beginn auf der Plattform. Bitten Sie früh um einen Videoanruf. Solange Sie jemandem nicht gegenübergesessen haben, schicken Sie ihm kein Geld, mag die Geschichte noch so bewegend sein. Sprechen Sie mit jemandem darüber, bevor Sie etwas zahlen. Verdächtige Profile melden Sie der Plattform, die Anbieter im be2-Netzwerk setzen zusätzlich auf KI und Profilprüfungen. Informationen bietet das Bundesamt für Cybersicherheit BACS, im Notfall hilft die Polizei. Alle Warnsignale ausführlich: Love Scam bei Senioren erkennen.

Lebenssituationen ab 70

Nach dem Tod des Partners

Viele, die mit über 70 suchen, sind verwitwet. Die Frage «Darf ich das überhaupt?» kommt fast immer. Die Antwort: Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt, nur Ihren. Manche sind nach einem Jahr bereit, andere nach zehn. Erwähnen Sie den verstorbenen Partner im Profil ruhig in einem Satz, das zeigt Ehrlichkeit und erspart später Erklärungen. Ein gutes Zeichen, dass Sie bereit sind: Sie werden neugierig auf neue Menschen und vergleichen nicht mehr jede Begegnung mit früher. Mehr dazu: Neue Liebe als Witwe oder Witwer.

Gesundheit offen ansprechen

Kaum jemand über 70 ist ganz ohne Beschwerden, sei es ein künstliches Knie, Diabetes oder ein Hörgerät, das am Abend zu pfeifen beginnt. Sie müssen das nicht im Profil schreiben, aber spätestens nach dem zweiten Treffen darf es auf den Tisch. Das schafft Vertrauen. Viele schreiben auch klar, was sie nicht suchen, und das ist legitim: Wer einen Partner jahrelang gepflegt hat, wünscht sich jetzt jemanden zum Lachen und Wandern, nicht eine neue Pflegeaufgabe. Sagen darf man das freundlich und direkt.

Wenn die Kinder sich Sorgen machen

Erwachsene Kinder reagieren auf die neue Liebe ihrer Eltern manchmal mit Freude, manchmal mit Misstrauen. Oft steckt Sorge dahinter, vor Betrug, vor Enttäuschung, manchmal auch vor Fragen rund ums Erbe. Erzählen Sie früh davon, statt es zu verstecken. Und stellen Sie den neuen Menschen vor, wenn Sie sich sicher sind, nicht beim ersten Treffen.

Aus meiner Sicht hilft eine klare Abmachung mit den Kindern: Vor jedem Treffen erfährt eine Vertrauensperson Ort und Uhrzeit, der Inhalt der Nachrichten bleibt aber Ihre Sache. So sind die Kinder beruhigt, und Sie behalten Ihre Privatsphäre.

Wohnen, Rente und Erbe

Zusammenziehen ist ab 70 selten das Ziel. Viele Paare in diesem Alter entscheiden sich für getrennte Haushalte: Jeder behält seine Wohnung, man besucht sich, verreist zusammen und schläft mal hier, mal dort. «Living apart together» heisst das auf Neudeutsch. Wer doch heiraten oder zusammenziehen möchte, sollte vorher klären, wie sich das auf AHV, Pensionskasse und Erbe auswirkt. Eine Wiederheirat kann Renten verändern, ein Zusammenleben ohne Trauschein hat andere Folgen. Lassen Sie sich beraten, etwa bei Ihrer Ausgleichskasse oder bei Pro Senectute, und halten Sie Wichtiges in einem Testament oder Vorsorgeauftrag fest.

Freundschaft oder Beziehung?

Nicht jeder sucht mit 70 eine Romanze. Manche wünschen sich einen Tanzpartner, eine Begleitung ins Theater oder jemanden für den Sonntagsspaziergang. Das ist kein «Weniger», sondern einfach ein anderes Ziel, und auf vielen Plattformen können Sie das angeben. Wer ausdrücklich Gesellschaft sucht, findet Ideen auf unseren Seiten Freizeitpartner ab 60 und Bekanntschaften und Brieffreundschaften. Aus Freundschaft wird übrigens nicht selten mehr. Wer zuerst ein Jahr lang gemeinsam wandert, reist oder ins Konzert geht, kennt den anderen am Ende besser als nach manchem Rendez-vous.

Offline kennenlernen: Treffpunkte für die Generation 70+

Das Internet ist ein Weg, nicht der einzige. Viele Paare über 70 haben sich ganz klassisch kennengelernt, beim Turnen, beim Singen oder auf einer Reise. Diese Orte lohnen sich in der Deutschschweiz besonders:

Frau und Mann über 70 spielen zusammen Karten
  • Pro Senectute: geführte Wanderungen, Seniorenturnen, Tanzkurse, Computerkurse und Mittagstische, je nach Kanton und Gemeinde. Das Programm finden Sie bei der kantonalen Organisation.
  • Zweisam-Veranstaltungen: Zweisam weist auf Anlässe in Ihrer Nähe hin, eine gute Brücke zwischen online und offline.
  • Gesangsvereine, Jassrunden und Kirchgemeinden: Hier sind Neue meist herzlich willkommen, und man sieht sich jede Woche, ohne dass es nach Rendez-vous aussieht.
  • Seniorenuniversität und Vorträge: In mehreren Städten gibt es Vorlesungen für Menschen im Ruhestand, danach geht man oft gemeinsam etwas trinken.
  • Gruppenreisen: Auf Car- und Kulturreisen reisen viele allein, und am dritten Abend sitzt man ohnehin am gleichen Tisch.

Am besten funktioniert die Kombination: ein Profil online, dazu ein Hobby, das Sie unter Leute bringt. Dann kommen die Begegnungen von zwei Seiten.

Zweisam ansehen

Was kostet die Partnersuche ab 70?

Die Anmeldung ist überall gratis; bei den meisten Plattformen gehören auch Persönlichkeitstest und Partnervorschläge dazu. Wer Nachrichten lesen und schreiben oder die Fotos anderer Mitglieder sehen möchte, braucht ein Abo. Im be2-Netzwerk liegen die Preise laut Testberichten ab ca. 60 Franken pro Monat im Jahresabo, kürzere Laufzeiten sind pro Monat deutlich teurer; der genaue Preis wird im Konto angezeigt und kann sich ändern. Auch Parship und Zweisam arbeiten mit kostenpflichtigen Abos, deren Preis von der Laufzeit abhängt.

Kündigen Sie nicht, verlängert der Anbieter das Abo von selbst, damit Ihr Profil ohne Unterbruch sichtbar bleibt. Welche Frist für Sie gilt, steht bei den be2-Marken in der Kaufbestätigung; ist dort keine vermerkt, muss die Kündigung zwei Wochen vor dem Laufzeitende eingehen. Tragen Sie sich das Datum am besten noch am Kauftag in die Agenda ein. Profil löschen oder App entfernen reicht dafür nicht aus, und wer über das iPhone oder ein Android-Handy bezahlt hat, kündigt beim jeweiligen Store.

Wer zuerst ganz ohne Kosten schauen möchte, findet die Möglichkeiten auf unserer Seite Singlebörsen für Senioren kostenlos. Den vollständigen Vergleich aller zwölf Plattformen sehen Sie auf der Startseite.

Jetzt bei 60plusTreff anmelden

Was Leserinnen und Leser zur Partnersuche ab 70 fragen

Welche Dating-App eignet sich für 70-Jährige?

Am besten eine Plattform, die sich an Menschen ab 50 oder 60 richtet. 60plusTreff (Note 9,4) ist ganz auf die Generation 60+ ausgelegt und läuft im Browser mit Kontrastmodus; wer lieber eine App nutzt, findet sie bei Zusammen.ch (9,2) und Zweisam (8,4) für beide Handy-Systeme.

Wo finden ältere Menschen einen Partner?

Online auf Partnerbörsen für Ältere, offline bei geführten Wanderungen, in Gesangsvereinen, Kursen von Pro Senectute, an Seniorenuniversitäten oder auf Gruppenreisen. Wer beides kombiniert, hat die meisten Begegnungen.

Wo finde ich in der Schweiz einen Partner ab 60 oder 70?

In der Deutschschweiz sind 60plusTreff, Zusammen.ch, die 50plus-Singlebörse, Zweisam und Parship gut vertreten. Stellen Sie den Umkreis so ein, dass Treffen mit dem ÖV gut machbar sind, und schauen Sie zusätzlich bei Pro Senectute in Ihrem Kanton vorbei.

Ist Tinder auch etwas für Senioren?

Möglich ist es, aber Tinder richtet sich vor allem an Jüngere und funktioniert über schnelles Wischen nach Fotos. Ab 70 passen Seiten mit Persönlichkeitstest und Gleichaltrigen meist deutlich besser.

Ist die Partnersuche ab 70 kostenlos möglich?

Anmelden, Test machen und Vorschläge ansehen geht gratis. Für unbegrenzte Nachrichten und Fotos braucht es auf den meisten Plattformen ein Abo. Ganz ohne Kosten bleiben Treffpunkte wie Singkreis, Wandertreff oder Mittagstisch.

Wie schreibe ich einen älteren Mann oder eine ältere Frau am besten an?

Mit einer echten Frage zu etwas aus dem Profil, freundlich und im Sie. Zwei, drei Sätze reichen. Lange Lebensläufe heben Sie sich für das erste Telefonat auf.