Inhalt dieser Seite
- Welche Bekanntschaft suchen Sie?
- Plattformen, auf denen auch Bekanntschaften willkommen sind
- Online: sagen, was man sucht
- Brieffreundschaft ab 60: langsam und gerade darum schön
- Kontaktanzeigen in der Zeitung: es gibt sie noch
- Bekanntschaften offline: Orte, an denen man ins Gespräch kommt
- Einsamkeit und der Mut zum ersten Schritt
- Sicherheit bei neuen Bekanntschaften
- Wenn aus einer Bekanntschaft mehr wird
- Was Leserinnen und Leser zu Bekanntschaften ab 60 fragen
Die kurze Antwort: Bekanntschaften ab 60 entstehen dort, wo man sich regelmässig sieht oder regelmässig schreibt. Das kann der Sonntags-Treff im Quartier sein, ein Gesangsverein, ein Briefwechsel oder eine Partnerbörse für Gleichaltrige. Wichtig ist nur, dass Sie sich vorher fragen, was Sie eigentlich möchten: eine Freundin für Gespräche, jemanden für Briefe, eine Begleitung für Ausflüge oder doch eine neue Liebe. Von dieser Antwort hängt ab, welcher Weg am besten passt.
Mit der Pensionierung verschwinden viele kleine Kontakte fast unbemerkt. Das Gespräch in der Kaffeepause, der Hauswart, der jeden Morgen grüsste, die Eltern am Elternabend. Freunde ziehen näher zu ihren Kindern, werden krank oder sterben. Plötzlich ist der Kalender leer, und man merkt, dass Bekanntschaften nicht mehr von allein kommen. Das ist kein persönliches Versagen, sondern eine ganz normale Lebensphase. Und sie lässt sich ändern.
Für die Plattformen auf dieser Seite haben wir die öffentlichen Seiten, die Hilfe-Seiten, die AGB und Erfahrungsberichte ausgewertet, ergänzt durch Tests anderer Redaktionen. Die Anlaufstellen offline stammen aus den Angeboten von Pro Senectute, Gemeinden, Kirchgemeinden und Kursanbietern, die in der ganzen Deutschschweiz ähnlich aufgebaut sind. So finden Sie auf einer Seite beide Wege: den digitalen und den ganz klassischen im Quartier.
Welche Bekanntschaft suchen Sie?
Das Wort «Bekanntschaft» ist herrlich offen. Genau darin liegt seine Stärke, aber auch ein kleines Risiko: Wenn zwei Menschen unter demselben Wort etwas anderes verstehen, wird es schnell verlegen. Diese vier Formen begegnen mir am häufigsten:
- Freundschaft. Jemand zum Reden, zum Spazieren, für einen Jass am Donnerstag. Ohne Romantik, dafür mit Verlässlichkeit.
- Brieffreundschaft. Ein Austausch auf Papier oder per E-Mail, oft über grosse Distanz. Ideal für alle, die gern schreiben und sich Zeit lassen.
- Begleitung. Ein Mensch für bestimmte Unternehmungen: das Theater-Abo, die Velotour, die Gruppenreise. Dazu gibt es eine eigene Seite über Freizeitpartner ab 60.
- Partnerschaft. Die neue Liebe, mit oder ohne gemeinsame Wohnung. Viele beginnen als Freundschaft und merken erst nach Monaten, dass mehr daraus geworden ist.
| Form | Wo sie oft entsteht | Tempo |
|---|---|---|
| Freundschaft | Treffpunkte, Mittagstische, Gesangsverein, Kurse, Freiwilligenarbeit | langsam, über Wiederholung |
| Brieffreundschaft | Briefwechsel, E-Mail, Partnerbörsen mit langen Nachrichten | gemächlich, wochenweise |
| Begleitung | Wandertreffs, Vereine, Plattformen mit Veranstaltungen | mittel, an Termine gebunden |
| Partnerschaft | Partnerbörsen 50+ und 60+, Hobbys, Freundeskreis | individuell, oft schneller als gedacht |
Sie müssen sich nicht für immer festlegen. Aber ein Satz wie «Ich suche zuerst jemanden zum Schreiben und Spazieren» hilft beiden Seiten enorm.
Plattformen, auf denen auch Bekanntschaften willkommen sind
Partnerbörsen für Menschen ab 50 und 60 sind nicht nur für die grosse Liebe da. Viele Mitglieder schreiben ausdrücklich, dass sie zuerst Freundschaft oder Begleitung suchen, und niemand findet das seltsam. Für Bekanntschaften zählen vor allem genügend Gleichaltrige, ein ruhiger Ton und einfache Wege ins Gespräch. Danach haben wir für diese Seite geordnet:
60plusTreff
Für alle ab 60, die eine feste Beziehung oder einen lieben Menschen für gemeinsame Pläne suchen.
Ideal ab 60- Konsequent auf die Generation 60+ ausgerichtet, Bilder und Sprache inklusive
- Persönlichkeitstest mit Partnervorschlägen, die man gratis ansehen kann
- Kontrastmodus und Bedienhilfen direkt im Menü
Zusammen.ch
Für Singles ab 50 mit Lust auf schöne Momente zu zweit, gern auch unterwegs per App.
Ideal ab 50- Klare Ausrichtung auf 50+, ruhiger Ton
- App für iPhone und Android vorhanden
- Sehr aktive Mitgliedschaft laut Anbieter
Zweisam
Für Singles ab 50, die neben dem Chatten auch Treffen und Anlässe in der Nähe schätzen.
Ideal ab 50- Nur Singles ab 50
- Veranstaltungen in der Region
- Gratis-App für iOS und Android
Aktiv & Verliebt
Für Wanderinnen, Velofahrer, Reiselustige: wer gern draussen ist, findet hier Gleichgesinnte.
Ideal alle Alter- Klarer Fokus auf aktive Freizeit
- Passt gut zu «Freizeitpartner gesucht»
- Persönlichkeitstest wie bei den Schwesterseiten
50plus-Singlebörse
Für Menschen um die 50 und darüber, die Beruf, Familie und Freundeskreis jonglieren und wenig Zeit verlieren wollen.
Ideal ab 50- Einfacher Einstieg, ausgewogener Frauen- und Männeranteil laut Anbieter
- Testergebnis und Partnerbeschreibung gratis
- Gute Wahl, wenn man sich mit 60 noch nicht «60plus» fühlt

60plusTreff
9,4 von 10
60plusTreff ist ganz auf Menschen über 60 zugeschnitten. Schon im Gratiskonto gibt es täglich drei Flirtfragen, die sich wunderbar als harmloser Gesprächsanfang eignen, und einen Kontrastmodus für müde Augen. Wer vor allem Gleichaltrige sucht, ist hier am richtigen Ort.
Ein Betreiber, vier Marken: 60plusTreff, Zusammen.ch, Aktiv & Verliebt und die 50plus-Singlebörse führt ein Luxemburger Betreiber, die Firma be2 S.à.r.l.; deshalb sehen unter Umständen auch Mitglieder der Schwesterseiten Ihr Profil. Der Kreis wird dadurch grösser, eine zweite oder dritte Anmeldung bringt aber kaum Neues. Wählen Sie lieber die Marke, deren Ton Ihnen liegt: Gleichaltrige ab 60 bei 60plusTreff, Gespräche und Kultur bei Zusammen.ch, Bewegung bei Aktiv & Verliebt. Zweisam gehört dagegen zur Meetic SAS in Paris, mehr dazu im Test von Zweisam.
Anmeldung, Profil und Vorschläge sind auf allen genannten Plattformen gratis. Um frei Nachrichten zu schreiben, braucht es in der Regel ein Premium-Abo, laut Testberichten bei den be2-Marken ab ca. 60 Franken pro Monat im Jahresabo, je nach Laufzeit mehr. Ein Abo läuft für die gewählte Dauer und verlängert sich ohne Kündigung automatisch, damit Ihr Profil ohne Unterbruch aktiv bleibt. Was ganz ohne Abo geht, steht unter Singlebörsen für Senioren kostenlos.
Online: sagen, was man sucht
Der häufigste Fehler bei Bekanntschaften im Internet ist nicht ein schlechtes Foto, sondern ein unklares Profil. Wer «offen für alles» schreibt, bekommt Nachrichten von Menschen, die etwas ganz anderes wollen. Ein ehrlicher Satz im Profiltext sortiert von selbst. Einige Beispiele, die Sie frei anpassen dürfen:
- «Ich suche zuerst eine Freundschaft: jemanden für Gespräche, Spaziergänge am See und ab und zu ein Konzert.»
- «Ich schreibe gern lange Briefe und würde mich über einen Briefwechsel freuen, ohne Eile.»
- «Seit meiner Pensionierung fehlt mir jemand zum Jassen und für Tagesausflüge mit dem Halbtax.»
- «Ich bin offen für eine neue Partnerschaft, möchte aber zuerst einen Menschen kennenlernen, nicht ein Profil.»
Bei der ersten Nachricht gilt dasselbe wie bei einem Brief: Gehen Sie auf etwas ein, das im Profil steht, erzählen Sie ein kleines Detail von sich und stellen Sie eine Frage, die man gern beantwortet. Und bitte Geduld: Viele Menschen in unserem Alter schauen nur zweimal pro Woche ins Postfach. Eine Woche Stille ist kein Nein. Ausführliche Tipps zu Profil, Fotos und erstem Treffen finden Sie im Ratgeber Partnersuche ab 60.
Brieffreundschaft ab 60: langsam und gerade darum schön
Ein Brief, der nach ein paar Tagen im Briefkasten liegt, ist etwas anderes als eine Nachricht, die nach zehn Sekunden eine Antwort erwartet. Man schreibt in Ruhe, streicht durch, beginnt neu. Man liest die Antwort zweimal, beim zweiten Mal mit der Lesebrille. Brieffreundschaften passen zu Menschen, die nachdenken, bevor sie reden, und die keine Lust auf schnelles Hin und Her haben.

Papier oder E-Mail?
Beides ist eine Brieffreundschaft. Papier hat den Zauber des Briefmarkenkaufs und der eigenen Handschrift, braucht aber eine Adresse. Die E-Mail ist schneller, kostet nichts und lässt sich besser schützen. Viele beginnen per E-Mail und wechseln erst zu Papier, wenn Vertrauen gewachsen ist. Auch auf Partnerbörsen kann man so schreiben: lange, durchdachte Nachrichten statt kurzer Sprüche. Gerade ab 60 wird das sehr geschätzt.
Wie man einen Briefpartner findet
Fragen Sie in Ihrem Umfeld, im Verein, in der Kirchgemeinde oder bei einem Treffpunkt von Pro Senectute. Manche Menschen haben Bekannte in einem anderen Kanton oder in der Romandie, die genau so jemanden suchen. Online genügt ein klarer Satz im Profil. Und manchmal entsteht ein Briefwechsel ganz von selbst, nach einer Gruppenreise, wenn man sich «wir schreiben uns» verspricht und es dann wirklich tut.
Sicherheit beim Schreiben
- Geben Sie anfangs eine E-Mail-Adresse an, die nicht Ihren vollen Namen enthält, oder ein Postfach bei der Post. Die Wohnadresse kommt erst, wenn Sie den Menschen besser kennen, idealerweise nach einem Treffen.
- Keine Geburtsdaten, keine Kontonummern, keine Fotos vom Hauseingang oder von Dokumenten.
- Wer sehr schnell sehr grosse Gefühle schreibt und dann von einer Notlage erzählt, sucht keinen Briefpartner.
Ich empfehle, im ersten Brief eine kleine, konkrete Frage zu stellen, die man gern beantwortet: nach dem Lieblingsweg im Quartier, dem Buch auf dem Nachttisch oder dem schönsten Ausflug des Sommers. Eine Brieffreundschaft über die Sprachgrenze, etwa mit jemandem aus der Romandie, frischt nebenbei das Schulfranzösisch auf.
Kontaktanzeigen in der Zeitung: es gibt sie noch
In vielen regionalen Anzeigern und Wochenzeitungen erscheinen weiterhin Bekanntschaftsinserate, oft unter Chiffre. Für Menschen, die lieber blättern als wischen, ist das ein vertrauter Weg. Ein paar Dinge sollten Sie wissen:
- Chiffre nutzen. Bei einer Chiffre-Anzeige leitet der Verlag die Antworten weiter, Ihre Adresse bleibt verborgen. Fragen Sie beim Inserat nach, wie lange Antworten weitergeleitet werden und was die Anzeige kostet.
- Kurz und konkret. Alter, Region, zwei Interessen und die Art der Bekanntschaft. «Sie, 66, Raum Luzern, liest gern und wandert gemütlich, sucht Freundschaft, gern auch Briefwechsel.»
- Antworten prüfen. Schreiben Sie bei der ersten Antwort ebenfalls nur eine E-Mail-Adresse oder ein Postfach zurück. Ein erstes Treffen findet in einem Café statt, nicht zu Hause.
- Agenturen erkennen. Hinter manchen Anzeigen stehen Vermittlungsbüros, die für ihre Dienste eine Gebühr verlangen. Das ist ein legitimes Angebot; fragen Sie beim ersten Anruf einfach nach den Konditionen.
Bekanntschaften offline: Orte, an denen man ins Gespräch kommt
Am leichtesten entstehen Bekanntschaften dort, wo man nicht «jemanden kennenlernen» muss, sondern einfach dabei ist. Wer jede Woche am selben Tisch sitzt, ist nach einem Monat kein Fremder mehr.

Pro Senectute: Treffpunkte, Mittagstische, Spielnachmittage
Pro Senectute ist in jedem Kanton vertreten. Unter Kultur und Geselligkeit finden Sie Sonntagstreffen mit Kaffee, gemeinsame Mittagessen, Spielnachmittage mit Jass, Schach und Lotto, Tanznachmittage, Ausflüge und Gruppenreisen. In der Zentralschweiz listet Pro Senectute Kanton Luzern unter «Kontakt & Austausch» regelmässige Treffs auf, etwa einen Spazier-Treff, einen Jass-Treff, einen Sonntags-Treff, Sprach-Treffen und ein Trauer-Café. Eine telefonische Anmeldung wird empfohlen, damit man nicht vor verschlossener Türe steht.
Erzählcafés
Im Erzählcafé sitzen Menschen, die sich nicht kennen, und erzählen zu einem Thema aus ihrem Leben, moderiert und ohne Diskussion. Erzählen ist freiwillig, Zuhören gehört dazu. Das Netzwerk Erzählcafé Schweiz führt eine Agenda mit Anlässen in verschiedenen Regionen. Für schüchterne Menschen ist das ein wunderbarer Einstieg: Man darf auch einfach nur kommen und zuhören.
Mittagstische in Gemeinde und Kirchgemeinde
Viele Gemeinden, Pfarreien und Quartiervereine organisieren Mittagstische für ältere Menschen. Man isst günstig und in Gesellschaft, und am Tisch wird geredet, ob man will oder nicht. Die Termine stehen meist im Pfarreiblatt, im Gemeindeanzeiger oder hängen im Gemeindehaus aus.
Chöre, Kurse und Freiwilligenarbeit
Gemeinsames Singen ist ein dankbarer Weg zu Bekanntschaften: Man probt wöchentlich, steht in der Pause zusammen und hat nach jedem Konzert ein Erlebnis zu teilen. Fast jede Gemeinde hat einen Gesangsverein oder einen Singkreis der Kirchgemeinde, und viele suchen dringend Männerstimmen. Kurse der Klubschule Migros oder der Volkshochschule bringen Menschen mit dem gleichen Interesse zusammen, vom Italienischkurs bis zum Aquarellmalen. Und wer sich freiwillig engagiert (Besuchsdienst, Bibliothek, Mittagstisch, Fahrdienst), trifft Menschen mit ähnlichen Werten und fühlt sich gebraucht. Ideen für Wandertreffs und Seniorenuniversitäten finden Sie auf der Seite über Freizeitpartner.
Einsamkeit und der Mut zum ersten Schritt
Viele Menschen ab 60 sind öfter allein, als ihnen lieb ist, und reden kaum darüber. Dabei ist das Gefühl weit verbreitet, gerade nach einem Todesfall, einer Scheidung oder einem Umzug. Der erste Schritt ist der schwerste, und er wird mit jedem Monat Warten nicht leichter. Was sich bewährt:

- Einen einzigen Termin wählen. Nicht gleich drei Vereine, sondern einen Treff pro Woche. Wiederholung schafft Vertrautheit.
- Dreimal hingehen, bevor man urteilt. Beim ersten Mal ist alles fremd, beim dritten Mal wird man begrüsst.
- Selbst fragen. «Trinken wir noch einen Kaffee?» Die meisten freuen sich und warten nur darauf, dass jemand anfängt.
- Kleine Rituale pflegen. Eine wöchentliche Karte, ein Anruf am Sonntag, ein fester Spaziergang. Freundschaft lebt von Regelmässigkeit.
Wenn die Einsamkeit schwer wird, ist ein Gespräch wichtiger als jede Bekanntschaft. Die Dargebotene Hand ist unter der Nummer 143 rund um die Uhr erreichbar, kostenlos und anonym, auch per Chat oder E-Mail. Mehr zu Trübsinn und Hilfe im Alltag steht im Beitrag Hilfe bei Melancholie, Trübsinn oder Schwermut, und wer nach dem Tod des Partners neu anfängt, findet Rat unter Witwe oder Witwer: neue Liebe finden.
Aus meiner Sicht ist der Mittagstisch einer der leichtesten Einstiege nach einem Verlust: Man kommt wegen des Essens, nicht wegen der Gesellschaft, und das nimmt den Druck. Über das Menü kommt man ins Gespräch, über das Gespräch zu einer Verabredung zum Jassen. Wer sich allein nicht traut, fragt jemanden aus dem Quartier, ob er mitkommt.
Sicherheit bei neuen Bekanntschaften
Die allermeisten Menschen, die ab 60 Anschluss suchen, meinen es ehrlich. Ein paar Regeln schützen trotzdem, online wie per Brief:
- Beim ersten Wiedersehen: tagsüber, wo viele Leute sind, und Sie kommen und gehen auf eigene Faust. Ein Bahnhofbuffet oder ein Café am See ist ideal.
- Erzählen Sie einer Freundin oder Ihren Kindern, wen Sie treffen und wo.
- Verschieben Sie Gespräche nicht vorschnell von der Plattform auf WhatsApp. Auf der Plattform können Sie melden und blockieren.
- Bitten Sie früh um einen Videoanruf. Wer sich immer wieder herausredet, hat meist einen Grund.
- Kein Geld, keine Gutscheinkarten, keine Kryptowährung, egal wie traurig die Geschichte klingt.
Wie Liebesbetrüger vorgehen und woran man sie erkennt, steht ausführlich unter Love Scam bei Senioren. Allgemeine Warnungen zu Betrug im Internet veröffentlicht das Bundesamt für Cybersicherheit BACS.
Wenn aus einer Bekanntschaft mehr wird
Das passiert häufiger, als man denkt. Viele Paare in unserem Alter haben als Freunde begonnen, beim Wandern, beim Singen oder nach einem langen Briefwechsel. Wenn Sie merken, dass Sie sich mehr wünschen, sprechen Sie es an, statt zu hoffen, dass der andere es errät. Und wenn die Gefühle nur auf einer Seite wachsen, verträgt eine gute Freundschaft ein ehrliches Wort meistens besser als ein langsames Ausweichen. Wer gezielt eine Partnerschaft sucht, auch jenseits der 70, findet Hinweise unter Partnersuche ab 70.
Was Leserinnen und Leser zu Bekanntschaften ab 60 fragen
Wo findet man in der Schweiz Bekanntschaften ab 60?
Offline bei Treffpunkten, Mittagstischen und Spielnachmittagen von Pro Senectute, in Erzählcafés, Chören, Kursen und in der Freiwilligenarbeit. Online auf Partnerbörsen für Gleichaltrige wie 60plusTreff, Zusammen.ch oder Zweisam, wenn Sie im Profil schreiben, dass Sie auch Freundschaft oder Briefkontakt suchen.
Kann man mit 60 noch neue Freunde finden?
Ja. Freundschaften entstehen ab 60 vor allem durch Wiederholung: derselbe Treff, derselbe Gesangsverein, derselbe Kurs, Woche für Woche. Wer dreimal hingeht und dann selbst zum Kaffee einlädt, hat meistens schon die erste Bekanntschaft.
Gibt es Bekanntschaften ab 60 auch kostenlos?
Viele Treffpunkte kosten nichts oder nur einen kleinen Beitrag für Kaffee und Kuchen. Auf Partnerbörsen sind Anmeldung, Profil und Vorschläge gratis, für freies Schreiben braucht es meist ein Abo. Ein Briefwechsel kostet nur die Briefmarke.
Ist eine Brieffreundschaft sicher?
Ja, wenn Sie anfangs nur eine E-Mail-Adresse oder ein Postfach angeben, keine Geburtsdaten oder Kontonummern weitergeben und bei Geldfragen sofort aufhören. Die Wohnadresse teilen Sie erst, wenn Sie den Menschen gut kennen.
Was ist bei Bekanntschaften ab 60 anders als in jungen Jahren?
Man weiss besser, was man will, und hat mehr Zeit. Dafür bringt jeder eine Geschichte mit: Kinder, Grosskinder, Verluste, Gewohnheiten. Ruhiges Tempo, Offenheit über die eigenen Wünsche und Respekt vor dem Leben des anderen machen den Unterschied.
